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Juni/Juli Jahrgang 7 Ausgabe 52

 

Der Messermacher

Das grobe Schleifpapier rast ziemlich schnell und mit einem lauten Sirren vor ihm vorbei,  Funken stieben auf. Trotzdem trägt der Messermacher keine Handschuhe. „Sonst habe ich doch kein Gefühl in den Fingern!“ Das braucht er aber, um den gerade frisch zugeschnittenen, noch groben Stahl-Rohling an die Linie anzunähern, die er mittels Reißnadel entsprechend seiner
Form eingeritzt hat. Allerdings gesteht er ein, dass es ihm, wenn er hier abrutscht, „einen sauberen Fetzen vom Daumen reißt.“ Das ist Mehmedalija Rakovac (47) offensichtlich länger nicht mehr passiert, denn seine Finger sehen alle unversehrt aus
.

 

 

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Veloziped-Zeit

Freitag Abend, herrlichstes Juni-Wetter. Dicht an dicht warten die Erdinger Radsport-Fans hinter den Absperrgittern. Plötzlich werden die Gespräche leiser, schnell nähert sich eine zunächst undefi nierbare, dann als Jubel und Anfeuerung erkennbare Welle. Mit hohem Tempo rast das Peloton mit gut 100 Rennfahrern heran. Vorderrad an Hinterrad, kurz hört man nur das Keuchen, riecht den Schweiß der hart arbeitenden Männer, dazu ein lautes Sirren der gut geölten Ketten auf den Zahnrädern. Unglaublich schnell schießen die Athleten über das Kopfsteinpflaster durch den Schönen Turm in Richtung berüchtigter „Krönauer-Kurve“ und ziehen einen kurzen Sog hinter sich her. Auf zur nächsten von insgesamt60 Runden. Wir stehen in der Langen Zeile, 2015, beim Nachtkriterium.Früher die Eröffnung und sportlicher Höhepunkt des Altstadtfestes, heuer zwei Wochen vorverlegt – weil sich immer wieder Wirte beschwert hatten. Manche Jahre säumten Tausende die Straßen, jetzt sind es deutlich weniger. Keiner weiss, dass es das letzte Radrennen in Erding sein würde. Kaum zu glauben, in einer Stadt mit so viel Radrenn-Tradition.

 

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Energie aus dem Garten

Energie aus dem GartenKlein und zierlich, mit breitem Lachen und unglaublicher Power ausgestattet. So empfängt Gabriele Geitner (59) Besucher auf ihrem Huberhof in Harting, einem kleinen Ort nördlich von Taufkirchen. Aber ebenso wuselt sie bei ihren Kräuterwanderungen samt Kochkurs oder auf Märkten, wenn sie ihr großes Spektrum an selbst hergestellten Produkten aus eigenhändig gesammelten Kräutern, Blüten und Früchten präsentiert. Ihr Leben verlief keineswegs
gradlinig und bot einige Schicksals und Rückschläge. Doch auf ihrem toll renovierten, uralten Bauernhof samt Hofladen und mit ihrem Hobby als „Kräuterpädagogin“ ist sie einfach
nur glücklich. „Für mich ging mein großer Traum in Erfüllung!“ Das sieht man ihr auch an.

 

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