Dezember/Januar 2019 Jahrgang 6 Ausgabe 49

 

Der Dotschn-Winter 1917

Drei winzige, schlichte Semmeln im Museum Erding sind der Anlass für diese Geschichte. Die drei sind „Zeitzeugen“ aus dem Ersten Weltkrieg, der vor genau 100 Jahren zu Ende ging. Im Winter 1916/17 dominierte der Hunger die vorweihnachtliche Zeit in ganz Deutschland, so natürlich auch in der Region Erding. Doch während man davon ausgeht, dass im gesamten Reich zwischen 480.000 und 800.000 Menschen während des Krieges an Hunger starben, die meisten im Hunger- oder Kohlrüben- (bairisch: „Dotschn“) -winter, gab es in Erding auf Grund der bäuerlichen Struktur nur wenige Menschen, die verhungerten. Trotzdem war auch hier die Not unbeschreiblich, undenkbar – wer kann es sich vorstellen wie es ist, Weihnachten zu feiern, während die Männer, Brüder und Väter im Schützengraben liegen.

 

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Augenlust

Handschriftliches hat in der heutigen Zeit Seltenheitswert. Wir alle kommunizieren überwiegend digital, oft ist es „nur“ noch die Unterschrift, die einen Eindruck vom Menschen hinter den Zeilen vermittelt. Schade, denn wie schön ist es doch, wenn man zur Feder oder zum Stift greift und zum Essen, zur Hochzeit oder sonst einer Veranstaltung handschriftlich einlädt. Noch einen Schritt weiter als die Handschrift geht die Kalligraphie: klassische, fließende und gebrochene Schriften von der Antiqua bis zur Kursive, die eine leichte Lesbarkeit der Wörter oder Texte erlauben, aber auch freie und expressive Handschriften, die schwer lesbare Texte hervorbringen. Kalligraphie ist die reine Augenlust.

Eine Expertin ist die Erdingerin Martha Schmitt, die Kalligraphie-Kurse gibt – auch im Museum Erding

 

 

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7000 Kilometer zu Fuß

Vor einem Jahr war Alex Denk (24) noch glattrasiert mit Kurzhaarfrisur. Der sportliche Kerl hatte gerade seine Ausbildung zum Physiotherapeuten beendet. „Ich wollte nicht gleich arbeiten, vorher musste etwas Besonderes kommen“, sagt Denk. Ein Österreicher brachte ihn auf die Idee, Europa zu durchqueren. „Am 3. Dezember war Start in Südspanien, am 3. Oktober stand ich am Nordkap“, erzählt er stolz. Dazwischen lagen 7000 Kilometer zu Fuß, tausende Fotos, ein Zauselbart und unglaubliche Naturerlebnisse.

 

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