Archäologischer Verein kürt seinen Preisträger

Peter Cronauer ist der „Neue“ unter den Hohlbuckelfußringträgern. Auserkoren von den Mitgliedern und geehrt am archäologischen Neujahrsempfang reiht er sich ein in die handverlesene Gruppe derer, die einen „besonderen Verdienst für die Archäologie“ geleistet haben und somit des ArchäologiePreises Erding (APE) „würdig“ sind.  
Gerhard Selmeier war der erste Preisträger im Jahr 2014, gefolgt von den „vier Entdecker-Buam“ des bajuwarischen Reihengräberfeldes in Altenerding Manfred Schneider, Thomas und Hermann Schöberl sowie Robert Reiter. Dann kam Rudolf Koller, nun Peter Cronauer, wie Koller auch ein Mann der ersten Stunde des Vereins. Er ist zwar nicht mit Kelle und Besen am Grabungsloch zu finden, doch nicht minder wichtig für den Verein als Herausgeber der „AVEinfo“ und seit fünf Jahren für Satz und Layout bis zum Druck verantwortlich. „Auch das Begleitheft zum Fund des Spangenbarrenhorts stammt aus seiner Feder“, sagte Vereinsvorsitzender und Museumsleiter Harald Krause in der Laudatio. Durch die AVEinfo werde der Verein in der Öffentlichkeit wahrgenommen, das Heft schaffe etwas Bleibendes weit über die Grenzen Erdings hinaus.
Die Verleihung des APE ist zugleich auch der Jahresauftakt des archäologischen Jahres des Vereins, der in den Jahren seit seiner Gründung im Jahr 2010 von 27 auf 175 Mitglieder angewachsen ist und im kommenden Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert. Öffentliche Vorträge, Exkursionen, Reisen und die große Tagung prägen das Vereinsleben mit dem Museum Erding als zentraler Anlauf- und Verknüpfungsstelle. „Das hat eine selbstbewußte und souveräne Entwicklung gemacht“, lobte Oberbürgermeister Max Gotz. „Wir müssen das, woher wir kommen, pflegen. Gerade in einer Zeit, wo immer alles schneller wird“, unterstrich Gotz. Man dürfe die Archäologie nicht als Behinderung empfinden sondern vielmehr gespannt sein, was im Zuge der regen Bautätigkeit noch alles aus dem Boden hervortrete. Rund 40 positive Ausgrabungen habe es im Landkreis Erding im vergangenen Jahr gegeben, „hier trieft es“, so Krause. Vor jeder Bautätigkeit müsse die Archäologie als erstes tätig werden, „denn da müssen Lösungen in der Bodendenkmalpflege her.“

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