26. Jazz Tage Erding von 2. bis 5. November

Spitzen-Künstler in der Stadt und am Flughafen

 

 

Bereits zum 26. Mal gehen die Jazz Tage Erding in der ersten November-Woche über die Bühne. „Chef-Jazzer“ und Organisator Christian Wanninger hat für die Veranstaltungsorte Stadtbücherei, Kreismusikschule, Mayr-Wirt sowie Airbräu-Tenne ein abwechslungsreiches und attraktives Programm zusammengestellt. Keineswegs ein „großes Durcheinander“ oder gar ein „Graus für Puristen“, sondern eher das „organisierte Chaos - und damit dem menschlichen Leben sehr nahe“, wie es Jazz-Liebhaber OB Max Gotz zusammenfasst. Daher ist es auch für Michael Kerkloh, Geschäftsführer der FMG selbstverständlich, dass der „Flughafen als Nachbar und Partner der Region die Jazz Tage unterstützt, die immer wieder aufs Neue beweisen, dass die wahre Kraft der Jazzmusik in ihrer Vielfalt steckt.“

 

Am Donnerstag, 2. November, fällt der Startschuss um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei mit den „Jazz Stories“. Bei der Band Tenor Steps und Autorin Vroni Vogel verbinden sich Worte und Klänge zu einer musikalischen Lesung. Die Erdinger Lokalmatadoren Dieter Knirsch (Piano), Michael Außerbauer und Sara Gallitz (beide Sxophon), Ralph Außerbauer (Schlagzeug) und Stephan Glaubitz (Bass) inszenieren Vogels hintergründige Texte mit spannenden Eigenkompositionen, swingenden, melodischen Improvisationen und mitreißendem Groove.

Mit seinem aktuellen Projekt Funka Nova kommt am Freitag, 3. November um 19.30 Uhr, die Soul-Legende und Saxophon-Virtuose Pee Wee Ellis in die Kreismusikschule der Herzogstadt. In die Musikhistorie ging der Saxophonist Ende der 1960er Jahre ein als Arrangeur in der Band von James Brown. Heute macht der 76-jährige Ellis, der neben Brown eng mit Van Morrison, Marceo Parker, Frank Wesley oder Ginger Baker zusammenarbeitete, mit Funka Nova eine Mischung aus Bossa Nova und Funk.

Die traditionellen Dixieland-Frühschoppen am Samstag, 3. November, bestreiten ab 11 Uhr „The Dixie Bones“ aus Nürnberg im Airbräu am Flughafen (Eintritt frei) und die „Dark Down Stompers“ im Gasthaus Mayr-Wirt. Letztgenannte Kapelle wurde im Jahr 1964 gegründet und gehört damit ganz bestimmt zu den ältesten Jazz-Formationen Münchens – sie selbst bezeichnen sich auch „mit Ironie, Fug und Recht“ selbst als Rentnerband. Sie machen traditionellen Dixieland mit eigener Note, großes Vorbild ist natürlich die Chris Barber Band, aber zum Repertoire gehören auch Kompositionen von Duke Ellington oder Louis Armstrong. Die Dixie Bones bieten einen Mix an beliebten Klassikern und selten gespielten Raritäten, von New Orleans Jazz über Blues und Dixieland bis hinein in die Swing Epoche.

Bei der „Jazz für Kinder“-Veranstaltung am Samstag um 15 Uhr in der Kreismusikschule treten die Dixie Bones gleich noch einmal auf, nun aber verstärkt mit dem Liedermacher Geraldino. Die Lieder heißen nun „Bill, der kleine Drache“, „Unser lieber Opa“ oder „Papperlapapp, sagte der Eisbär“ – Mitsingen ist ausdrücklich erwünscht!

Ebenfalls am Samstag tritt der österreichische Bassist Joschi Schneeberger mit seinem Quintett auf. Ab 20 Uhr zeigt er in der Kreismusikschule die gelungene Synthese von Wiener Lied und Gypsy Swing. Unter anderem mit dabei ist Diknu Schneeberger, Gitarrist und als Wunderkind gefeierter Sohn des Bandleaders.

Der letzte Auftritt der Jazz Tage widmet sich traditionell der Weltmusik, bei der Matinee am Sonntag, 5. November, um 11 Uhr zeigt der ghanaische Musiker Adjiri Odametey in der Kreismusikschule die afrikanische Version von Jazz. Charakteristisch für den Singer und Songwriter sind seine warme, erdige Stimme und die Vielzahl seltener, oft afrikanischer Instrumente, die seine Band zum Einsatz bringt: die Harfe Kora, die Daumenklaviere Mbira und Kalimba, das Balafon mit Kürbissen als Resonanzkörper oder Kpanlogo-Trommeln. Durch seine Auslandstourneen als Jugendlicher lernte er unterschiedlichste Stilrichtungen kennen, die ihn beeinflussten. Er war Mitglied in Bands wie dem Pan African Orchestra und nahm deren Debütalbum „Opus 1“ im legendären Real World Studio von Peter Gabriel auf.

 

Karten: Stadthalle Erding (Alois-Schießl-Platz) oder unter www.stadthalle-erding.de

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