Die vhs Erding – Hohe Qualität für Jedermann

sb - Die Köpfe von Professoren für internationale Politik, Philosophie, amerikanische Geschichte, alte Geschichte und Rechtsphilosophie zieren die ersten Seiten des vhs Sommerprogramms. Jede Woche eine Veranstaltung in politischer Bildung mit hochkarätigen Rednern, mit weniger gibt sich vhs-Leiter Claus Lüdenbach nicht zufrieden. Seit er die Leitung übernahm, schlägt sich die Zunahme von  gesellschaftlichen Themen und der politischen Bildung spürbar nieder. „Es geht darum aufzuzeigen, was passiert hier und in der Welt“, so Lüdenbach. Und das nicht für einen elitären, ausgesuchten Kreis, sondern für Jedermann. Das Publikum soll auch nicht als bloßer Zuhörer ruhig und still verharren, sondern soll auch mitreden. Lüdenbach möchte „weg vom reinen Vortrag hin zu einem Gesprächsabend, mal schauen, ob es funktioniert.“

Sein Schwung hat der vhs auch im vergangenen Jahr wieder eine satte Kursteilnehmerzahl beschert, rund 18.000 Buchungen in etwa 1000 Kursen und Veranstaltungen können sich sehen lassen. In allen Bereichen, ob Sprachen, Gesundheit, künstlerisches Gestalten/Freizeit und Outdoor sowie Beruf, EDV/IT gibt es Zuwächse. Natürlich müssen bei den mittlerweile 14 angebotenen Sprachen Vokabeln gelernt werden, aber es gibt auch „Let’s talk cooking“, Stadtführungen in Erding in englischer Sprache, „Semester-Highlight“ ist der Internationale Tag der Muttersprache am 23. Februar mit kostenlosen Sprach-Schnupperkursen sowie einer musikalischen Sprachreise. Neben den Cambride Prüfungen gibt es mittlerweile auch eine Griechisch Prüfung, die Nachfrage nach allen möglichen Sprachen sei groß, jedoch mit dem Problem, qualifizierte Lehrer zu finden.
Im Bereich künstlerisches Gestalten, Freizeit und Outdoor sticht ein Kalligrafie-Kurs heraus, eine Live-Reportage „Follow the Horses“  bis hin zu der Möglichkeit, einen Ultraleicht-Flugführerschein zu machen. Bei Bereichsleiterin Franziska Bader schlägt die aktuelle politische Entwicklung in Großbritannien durch. Bader, die Deutsch-Kurse betreut, spürt den Brexit: „Es sitzen viele Engländer in den Kursen, die Deutsch für den Einbürgerungstest lernen.“ Sie freut sich über die steigende Nachfrage nach Fortgeschrittenen-Seminaren. „Das zeigt, dass sich die Menschen, die zu uns kommen, integrieren und intensiv Deutsch lernen wollen.“ Bei etwa 60 Prozent ihrer Kursteilnehmer handelt es sich um Asylbewerber, viele kämen auch aus Osteuropa, „wir achten jedoch auf eine gute Durchmischung in den Kursen, um auch eine Integration zu erreichen“.
Immer aktuell ist das Thema Gesundheit, stets voll die Themen zu Tinnitus, Multipler Sklerose oder Krebsmedizin. Beim Highlight „Speisen wie bei den Royals“ steht Spitzenkoch Benjamin Leppert an den Töpfen, der schon für Prinz Charles gekocht hat. Knapp 20 Seiten gehören der körperlichen Fitness und Entspannung, hier heißt es oft schnell sein, um noch einen Platz zu ergattern. Ungebrochen ist der „run“ auf Thomas Ettenauers Bereich Beruf und EDV, wo auch Einzeltrainings angeboten werden, aber ebenso auf Firmen maßgeschneiderte Kurse für Mitarbeiterfortbildung. Sein Highlight sind jedoch die über 60 Kurse der Schülerforderung, von der Mittel- über Realschule, Gymnasium bis hin zur FOS/BOS bereitet er Schüler auf Prüfungen vor, meist in der Ferienzeit, „dann ist das Haus voll.“

 

Opera Incognita mit „Tosca“ in Dorfen
 

Die „Opera Incognita“ ist in Dorfen und Umgebung längst mehr als ein Geheimtipp. „Incognita“ bedeutet „unbekannt“, und dieser Name ist Programm: Inszeniert werden entweder Opern, die wenig bekannt sind – oder sehr bekannte, die jedoch von Regisseur Andreas Wiedermann und dem musikalischen Leiter Ernst Bartmann auf überraschend kurzweilige und sehr individuelle Weise aufbereitet werden.

Das Besondere an den Inszenierungen ist die enge Zusammenarbeit zwischen Musik und Regie: Bartmann und Wiedermann sind bei den Proben anwesend und studieren die Stücke gemeinsam ein. Dies führt zu einer stärkeren Symbiose zwischen Musik und Inszenierung und stellt eine Vorgehensweise dar, die an den etablierten Häusern nicht zu realisieren wäre. Die größtenteils noch recht jungen und unbekannten Akteure sind meist Absolventen der Musikhochschulen. Sie bekommen die Möglichkeit, Erfahrungen mit großen Bühnenwerken zu sammeln und sich dadurch die Tür zu weiteren namhaften Projekten zu öffnen. Interessant sind auch die Aufführungsorte: Reaktorhalle München, Reithalle München, Metropoltheater oder das Müller`sche Volksbad in München.

Dieses Jahr wird am 26. April die Premiere von Puccinis „Tosca“ im Dorfener Jakobmayer-Saal zu sehen sein. Weitere Termine und Einzelheiten in der nächsten Ausgabe von FRED sowie demnächst unter www.jakobmayer.de

 

"Sapeurs de Brazzaville“
Ausstellung im Frauenkircherl 15. bis 20. Februar

Die Straße ist der Laufsteg für die Sapeurs. Für sie gibt es nur westliche Designermode, mit denen sie sonntags auf den Straßen sich präsentieren. „Sapeurs“, das sind Anhänger der Société des Ambianceurs et des Personnes Élégantes, was so viel bedeutet wie "Vereinigung der Nachtschwärmer und eleganten Menschen", kurz SAPE. Die Straße ist in Brazzaville, Hauptstadt der Republik Kongo.
Baudouin Mouanda, einer der aufstrebenden Fotografen Afrikas,  hat die „schönsten“ Sapeurs mit seiner Kamera eingefangen, die „Dandys“ in faszinierende Bilder eingefangen, die zum ersten Mal in Deutschland gezeigt werden. Die vhs Erding hat es möglich gemacht für das Frauenkircherl.

Zum reinen „Tragen“ der Kleidung kommt ein gehöriger Schuß Kapriziosität hinzu, es kommt auch auf die Gesten, Bewegungen und Posen an. Eigentlich können sich die Sapeurs die teuren Labels von Armani, Yves Saint Lauren oder Jean-Paul Gaultier gar nicht leisten, sie wohnen in Mini-Wohnungen, keine Spur von Luxus. Außer im Kleiderschrank: dort hängen exklusive Hemden, Anzüge, Socken und Schuhe, Kravatten und Hüte. Oft in kunterbunten Farben und grellen Farbkombinationen.
Bien sapé heißt gut gekleidet. Schon zur Kolonialzeit bewunderten die Menschen in Brazzaville Studenten und Intellektuelle, die von einem Aufenthalt in Paris verwandelt heimkehrten.
Heute ist sich fein und exklusiv zu Kleiden auch eine politische Aussage, die Sapeurs stehen für Stolz und Selbstbewusstsein der kongolesischen Kultur. Vielleicht wollen sie sich aber auch einfach der Häßlichkeit ihrer Alltags selbstbewusst entgegen stellen.
15.2. 18.30 Uhr Vortrag im Museum Erding: Wer sind die Saperus?
15.2. 20 Uhr: Vernissage Frauenkircherl

 

Trachtenmarkt 23. und 24. März Taufkirchen

fm - Nach dem Bilderbuchstart vom letzten Jahr findet der 2. Taufkirchener Trachtenmarkt am 23. (10 bis 18 Uhr) und 24. März (10 bis 17 Uhr) statt. Im Wasserschloss, im urigen Holzstadl und auf der angrenzenden Schlosswiese bieten mehr als 40 Aussteller alles was zu einem schönen, besonderen und traditionellen Trachten-Outfit gehört: Dirndln und Lederhosen, hochwertiger Schmuck, Schals und Capes in allen Farben und feinsten Stoffen sowie Haarspangen und –nadeln, Charivaris, handgefertigte Messer, Haferlschuhe oder Hüte lassen die Herzen der Besucher höher schlagen.
Auch musikalisch und kulinarisch wird auf dem Trachtenmarkt wieder allerhand geboten. So findet ein geselliges Wirtshaussingen statt. Der Trachtenverein „d’Vilstaler“ präsentiert traditionelle Volkstänze und die Familie Ernst unterhält an beiden Tagen mit zünftiger Volksmusik. Außerdem werden Kutschenfahrten und Kappellenbesichtigungen angeboten.
Eröffnet wird der Markt von Bürgermeister Franz Hofstetter am Samstag, 23. März, um 13.30 Uhr.

 

 

 


 

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