Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzkranken

 

fm - Die Zahl der an Demenz erkrankten Menschen wird, aufgrund der Altersstruktur, in den nächsten Jahren ansteigen. Längst nicht alle Erkrankten werden in Altenheimen betreut, viele Angehörige ermöglichen ihren Lieben einen Lebensabend daheim. Dafür benötigen sie Unterstützung, denn einen demenzkranken Menschen zu Hause zu betreuen und zu pflegen ist eine große Herausforderung. Die Sorge um das Familienmitglied, den Verfall eines geliebten Menschen zu erleben, der einst mitten im Leben stand, die immer gleichen Fragen nach Tag und Uhrzeit, die 24-Stunden-Betreuung, das verdrehte Tag-Nacht-Verhältnis, das alles belastet sehr. Mit Fortschreiten der Krankheit ist es durchaus auch eine Belastung für die Angehörigen. „Sie brauchen eine Auszeit und müssen sich auch austauschen können“, so die BRK-Kreisgeschäftsführerin Gisela van der Heijden. Sie hat nun eine Selbsthilfegruppe für Angehörige von Demenzkranken ins Leben gerufen, die von der Heilpraktikerin für Psychotherapie Petra Böhme geleitet wird. Die Treffen finden jeden dritten Dienstag im Monat um 18.30 Uhr im Haus der Begegnung in Erding, Am Rätschenbach 12 statt. Es handelt sich um eine offene Gruppe, „neue Teilnehmer sind immer gern gesehen“, betont van der Heijden. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

 

Gewerbeverein Taufkirchen aktiv

Erfolgreiches Jahr 2017

 

fm - Dass die Mitglieder des Gewerbevereins „Taufkirchen aktiv“ so zahlreich an der diesjährigen Jahreshauptversammlung teilnahmen, lag sicherlich auch daran, dass eine Stunde vor Beginn der Sitzung eine Führung durch das Taufkirchener Wasserschloss mit einem amüsant-interessanten Vortrag von Dr. Christoph Puschmann anberaumt war. Diese „Geschichtsstunde“ verging wie im Fluge, wofür die Gewerbetreibenden dem 2. Bürgermeister herzlich dankten.

Die Mitgliederversammlung selbst fand in den Räumen des neu eröffneten Ristorante „La Barca“ statt, das seit Mitte Mai im Wasserschloss eine neue Heimat gefunden hat. Nachdem Darko Djurdjevic als 1. Vorstand einen kurzen Rechenschaftsbericht und Christian Kneißl in seiner Funktion als Kassier einen Überblick über die finanzielle Situation gegeben hatten, bestätigten die Kassenprüfer Stefan Hofstätter und Petra Müller die einwandfreie Buchführung und satzungsgemäße Verwendung der Vereinsgelder. Folglich wurde der Vorstand einstimmig entlastet.

Zum Abschluss lud die Vorstandschaft zur Teilnahme am Volksfestauszug am Samstag, 14. Juli sowie zum Volksfest-Stammtisch am Montag, 16. Juli ein.

 

Kitzrettung aus der Luft

Jäger präsentieren eine neuartige Drohne

 

fm - Der Kreisjagdverband Erding (KJV) stellte zusammen mit dem Bayerischen Jagdverband (BJV) und dem Landratsamt Erding eine Möglichkeit der Kitzrettung aus der Luft vor. „Die Kitzrettung und der Tierschutz geht uns alle an, daher freut es mich ganz besonders, dass so viele der Einladung gefolgt sind“,  begrüßte Thomas Schreder, Vorsitzender des Kreisjagdverbandes Erding und BJV Vizepräsident die zahlreich erschienenen Gäste. Allen voran den Landrat Martin Bayerstorfer. Großes Interesse herrschte auch bei den Vertretern der Landwirtschaft.

Ziel der Veranstaltung war es, eine neue Art der drohnenbasierten Kitzsuche zu demonstrieren. Dr. Kathrin Umstädter von der Firma geo-Konzept demonstrierte eindrucksvoll, wie schnell und professionell mit dem neuen System eine Fläche abgesucht werden kann. Anhand von Satellitenkarten berechnet die Drohne ihre Flugroute selbst und fliegt die eingegeben Fläche vollautomatisch ab. Mit einer hochentwickelten Wärmebildtechnik können Wärmequellen in der Fläche erkannt und auf einen Handsender übertragen werden. Mit Hilfe eines GPS Gerätes kann man dann sehr schnell Kitze oder andere Tiere in den Wiesen finden. Thomas Schreder dazu: „Mit dieser neuen Technologie gibt es eine weitere Möglichkeit Tierleid zu verhindern. Sie kann aber das Absuchen der Flächen oder andere Vergrämungsmaßnahmen nicht gänzlich und überall ersetzen.“

Neben dem Einsatz zur Kitzsuche waren die Anwesenden auch an weiteren Einsatzmöglichkeiten interessiert. Zum Auffinden von Wiesenbrütergelegen, zur Bestimmung von Wildschäden in der Landwirtschaft oder auch zur Bestätigung, ob sich Wildscheine in Mais- oder Rapsäckern befinden, ist die Drohne einsetzbar. Ob in Zukunft auch vermehrt Drohnen im Landkreis Erding eingesetzt werden, liegt nun an allen Beteiligten, die über die Finanzierungsmöglichkeiten der neuen Technologie sprechen müssen.

 

 

5. Archäologisches Sommer-Symposium im Museum Erding am 21. Juli

 

fm - Der Schwerpunkt des Symposiums liegt in diesem Jahr auf der Entstehung der Wittelsbacher Herzogsstadt Erding und der eigentlichen Keimzelle Erdings, den Königshof von Ardeoingas/Altenerding. Der Blick richtet sich aber auch auf das direkt gegenüber gelegene, in den 1960er-Jahren abgebrochene Peterskircherl und dessen Friedhof aus dem 9. Jahrhundert.

 

Die öffentliche Archäologie-Tagung im Museum Erding hat sich zu einem hochkarätig besetzten und besuchten Symposium entwickelt. Auch dieses Jahr stellt das Museum Erding in Zusammenarbeit mit dem Institut für vor- und frühgeschichtliche Archäologie und provinzialrömische Archäologie der LMU München und dem Archäologischen Verein Erding e. V. das Jahr wieder in das von der Stadt Erding finanzierte Forschungsprojekt „Erding im ersten Jahrtausend“. Doktoranten und Absolventen der LMU München und Kooperationspartner aus den Naturwissenschaften präsentieren in bewusst populär gehaltenen, aber dennoch wissenschaftlich fundierten Vorträgen ihre aktuellen Forschungsergebnisse. So konnte etwa in zwei Grabungskampagnen aus den Jahren 2017 und 2018 am Gaugrafenweg in Altenerding die Lage des Königshofs am Ufer der Sempt festgelegt werden. „Die Lehrgrabung der Gesellschaft für Archäologie in Bayern e.V., kombiniert mit Lehrgrabungen der LMU München entlockten dem Boden eine große Informationsfülle zum Bau der Befestigungsanlage und deren handwerklich geprägten Nach-Nutzungsphasen“, verspricht Museumsleiter Harald Krause. Darüber hinaus werden Vorträge Themen zum Reihengräberfeld von Altenerding-Klettham sowie frühmittelalterliche Siedlungen und Hofgrablegen aus dem Erdinger Umland näher beleuchten.

Das detaillierte Vortragsprogramm steht ab Anfang Juli auf der Homepage des Archäologischen Vereins Erding e.V. (www.archaeologischer-verein-erding.de), der Eintritt ist frei.

 

 

Der saubere Energie-Spar-Landkreis

Investitionen in Strom-Tankstellen, Schulen sparen enorme Mengen an Strom und Wärme

 

bb - Im Jahr 2012 startete der Landkreis das Konzept des Energiemonitorings. Ziel war, vor allem bei den Schulen in Kreis-Trägerschaft den Energieverbrauch zu senken. Das Ergebnis seither ist beeindruckend, wie der Energiebeauftragte Michael Perzl stolz dem Kreistag vortrug. Elektro-Autos gibt es zwar noch nicht so lange auf den Straßen, doch deren Zahl wächst und so investiert der Landkreis 103.000 Euro für den Aufbau von neun Ladesäulen, jedes Jahr werden weitere gut 7000 Euro an Betriebskosten fällig.

 

Stolz der Erdinger, Neid der anderen Landkreise

Jedes Jahr seit 2012 lobt der Kreis einen Energiesparpreis für die Schulen aus, von dem was sie einsparen erhalten sie einen schönen Batzen Geld ausbezahlt für eigene Anschaffungen. Wie Perzl berichten konnte, sank seither der jährliche Stromverbrauch an den Schulen um 13 Prozent oder 317 000 Kilowattstunden was eine Jahres-Einsparung von 70.000 Euro bedeutet – obwohl die Zahl der elektrischen Geräte seither deutlich gestiegen ist, etwa durch Whiteboards. Der Verbrauch an Wasser sank um jährlich 1056 Kubikmeter, das sind fünf Prozent oder fast 3000 Euro. „Die Schulen benötigen heute zwar gut 2,5 Prozent mehr Wärme als noch 2011, was rund 200 000 Kilowattstunden bedeutet, das kommt aber vor allem daher, dass die Turnhallenbelegungen durch die Vereine viel intensiver wurde und die Heizung am Wochenende sowie den Ferien nicht mehr gedrosselt werden kann“, sagte Perzl.

Diese Einsparungen der Erdinger Schüler seien so enorm, da würden laut Perzl Fachleute wie auch andere Energiebeauftragte nur neidisch nach Erding schauen. „Erreicht haben die Schulen und Schüler das durch eine Vielzahl an kleinen Maßnahmen: LED-Beleuchtung, Stand-By-Schaltungen, neue Heizungs-Thermostate, aber auch durch bauliche Maßnahmen, wie Isolierungen. Viel mehr geht da jetzt wohl nicht mehr, aber ich bin da wirklich stolz!“, sagte Landrat Martin Bayerstorfer.

 

Neun Elektro-Ladesäulen

Einen weiteren Schritt in Richtung saubere Energie geht der Landkreis mit dem Aufstellen von Elektro-Ladesäulen an seinen eigenen Liegenschaften. Jede Säule wird mit zwei Ladepunkten ausgestattet, zwei Fahrzeuge könnten dann binnen zwei Stunden mit jeweils elf kW zu 80 Prozent geladen werden. Weil es im Südwesten des Stadtgebiets Erding immer mehr Ladesäulen gibt, auch durch die drei neuen an der Therme, werden nun sieben Schulen und zwei weitere Liegenschaften mit Stromtankstellen ausstatten: Herzog-Tassilo-Realschule, Korbinian-Aigner-Gymnasium, Schulkomplex Dorfen, Realschule Taufkirchen, FOS/BOS, Bauernhausmuseum, Landratsamt, Landwirtschaftsschule sowie das Bildungszentrum für Gesundheitsberufe, das sich noch im Bau befindet. Auf Nachfrage erklärte der Kreis-Energiebeauftragte Michael Perzl, dass das Anne-Frank-Gymnasium auf Grund der schwierigen Parkplatzsituation nicht in die Liste aufgenommen wurde.

Der Landkreis wird für die neun Ladesäulen 103 000 Euro investieren. „Wenn der Strom dafür zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt – was er bei uns tut, da wir die vorhandenen PV-Anlagen an den Schulen und Einrichtungen nutzen - und wir die Säulen noch heuer installieren, dann erhalten wir rund 41.000 Euro Fördermittel, somit müssen wir 62 000 Euro selbst bezahlen“, sagte Landrat Bayerstorfer.

Angesichts der aktuellen Anzahl an E-Autos rechnet der Landkreis mit jährlichen Einnahmen von rund 4000 Euro, so dass etwa 7000 Euro im Jahr für die Betriebskosten an die Überlandwerke Erding fällig werden.

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© FRED MAGAZIN Verlag Das Magazin für Erding und die Region