Ich will Landrat werden

Freie Wähler, Grüne und SPD

 

 

„Ich will Landrat des Landkreises Erding werden!“, mit diesen Worten stellt sich der
noch amtierende Bürgermeister Bockhorns und Kreisrat Hans Schreiner (FW) der Herausforderung, im März 2020 als Nachfolger von Martin Bayerstorfer den Landratssessel zu erobern. „Wir werden für unsere Politik Mehrheiten finden und schaffen und die Landratswahl gewinnen“, ist sich Schreiner sicher.

Den drei Fraktionsführern und Parteien geht es um einen Politik- und Stilwechsel, setzen dabei
ihre eigenen (Partei)-Interessen in den Hintergrund, zu Dritt wollen sie stärker sein als jede Partei für sich.
Helga Stieglmeier (Bündnis 90/Die Grünen): „Schreiner ist kompetent, dem es nicht um seine Person geht, sondern der ausgleichend über alle inhaltlichen Unterschiede unserer drei Parteien hinweg agiert. Er wird als Leiter des Kreistages unterschiedliche Themen diskutieren, so
dass wir uns alle respektiert fühlen“.

Ulla Dieckmann (SPD):
„Wir wollen einen Wechsel bei der Position des Landrats und stehen geschlossen hinter Hans
Schreiner. Er ist integer, agiert auf Augenhöhe und respektvoll, er steht für ein Miteinander auch gegenüber Personen und Parteien anderer Couleur. Er handelt sachpolitisch und
nimmt dabei aber auch kein Blatt vor den Mund.“

Georg Els (FW):
„Mit Hans Schreiner haben wir einen Mann, der Politik gemeinsam von unten nach oben erarbeitet. Wir wollen, zum Beispiel beim Haushalt, nicht einfach nur eine Zahl präsentiert bekommen, mit der wir Kommunen dann irgendwie umgehen müssen, sondern müssen künftig anders herum arbeiten.“

In allen drei beteiligten Parteien habe man sich intern in den Vorständen und Fraktionen darauf geeinigt, mit einem gemeinsamen Kandidaten die Landratswahl zu gewinnen. In Hans Schreiner, der als Bürgermeister nicht mehr in Bockhorn kandidiert, hat man ihn gefunden. Er setzt alles auf eine „Karte“, denn er wird nicht auf der Kreistagsliste der Freien Wähler als Spitzenkandidat
erscheinen. „Wir sind alle Vertreter auf Zeit und wollen das Beste für den Landkreis rausholen“, sagte Dieckmann. Der Landkreis habe sich in den vergangenen Jahren stark verändert, „wir reagieren darauf mit einem gemeinsamen, geeigneten Kandidaten“, betonte Dieckmann. Für die drei „Koalitionspartner“ geht es neben dem Partei- auch um einen Stilwechsel, „man muss
auch andere Meinungen stehen lassen können“, bringt es Schreiner auf den Punkt. Stieglmeier möchte respektiert und nicht lächerlich gemacht werden. Sie will, ebenso wie Dieckmann und Els, dass nicht mehr jegliche Sach- und Fachanfragen der Kreisräte über das Landratsbüro laufen müssen. „Ich habe nicht das Gefühl, dass ich ehrlich informiert werde, ich glaube den Aussagen des Landrats nicht mehr!“, sagt Stieglmeier. Die Mitglieder des Kreistages seien von Bürgern gewählt, „da haben wir und unsere Meinung auch einen respektvollen Umgang  verdient“, sind sich Dieckmann, Stieglmeier, Els und Schreiner einig. In den kommenden Monaten werde man den Wahlkampf gehörig anschieben, „wir haben einen interessanten Weg vor uns“, betonte Els, „ich plage mich nicht mit Minderwertigkeitskomplexen, sondern habe Zuversicht“, so Schreiner.

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