Safran und Artischocken aus Haar

 

 

 

Der Bauernhof der Familie Habeker in Haar bei München hatte früher mal Kühe, Schweine und Hühner. Dann wurden diese zu unlukrativ, der Preis schwankte zu stark, und sie setzten auf Getreide, Zuckermais und Kürbisse – mittlerweile sind es über 100 verschiedene Sorten in unzähligen Farben und Formen, von hellrot bis dunkelgrün und weiß, von faustgroß bis zentnerschwer – und jährlich werden es mehr. Etwa die Hälfte sind essbar, die anderen eine tolle Dekoration, Zierde oder eben zu Halloween. Pink Banana, Bambino, Stripetti, Sweet Mama, Kamo Kamo, Pepita, Rondini, Kemon oder der Spaghetti-Kürbis finden so jedes Jahr mehr Freunde zum Kochen, Dünsten, Braten und Backen.

Seit 2011 bieten die Habekers Artischocken an, zum Essen oder als herrlicher Blumenschmuck. „Eigentlich ist es bei uns für diese Pflanze zu nass und auch zu kalt, doch wir haben Vieles ausprobiert und jetzt klappt es ganz prima. So können wir auch bei dieser exotischen Pflanze kurze Wege garantieren, das schont die Umwelt und die Ware ist frisch, hochwertig und gesund“, sagt Roland Habeker. Ehefrau Antonia hatte im vergangenen Jahr im Österreich-Urlaub die Idee, ob sie es nicht einmal mit Safran, der Königin der Gewürze, ausprobieren sollten. „Wir haben uns ein paar Knollen besorgt und hinter dem Haus gesteckt. Im letzten Herbst bin ich dann jeden Morgen durch das Feld marschiert und habe die ersten Blüten gepflückt, so früh und frisch wie möglich. Dann trocknen lassen und abends mit der Pinzette die Samenfäden herausgezupft – eine Heidenarbeit!“, berichtet Antonia Habeker. 200 Blüten braucht sie für ein Gramm Safran, verkauft werden die Fäden in schmucken Gläschen von der „Safranerie Habeker“ mit 0,1 Gramm Inhalt. Vergangenes Jahr hatten sie 200 Gläser, heuer werden es schon deutlich mehr. „Es sieht einfach so toll aus, wenn die lila Blüten aus dem Boden spitzen“, sagt Roland.

 

www.kuerbisgarten.de

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© FRED MAGAZIN Verlag Das Magazin für Erding und die Region