Fliegerhorst Erding: OB Gotz fordert verbindliche Zusagen

 

Der Fliegerhorst in ein Thema, das das Gemüt von Oberbürgermeister Max Gotz seit Jahren sichtlich erregt. Beim Pressegespräch der CSU brachte er klar zum Ausdruck: „Wir haben seit 2012 unter der Hängepartie zu leiden. Wir brauchen dringend Platz für Wohnungen und endlich auch Planungssicherheit!“ Dafür brauche er aber zuverlässige, rechtskräftige und verbindliche Aussagen von Seiten des Bundesverteidigungsministeriums.

Die Schließung des Fliegerhorstes Erding und Übergabe des Geländes an die Stadt Erding sollte nach mehreren Verschiebungen 2021 endlich stattfinden, hat sich jetzt aber „voraussichtlich“ schon wieder auf das Jahr 2024 verschoben. Erst hieß es aus dem Verteidigungsministerium, Verzögerungen am Fliegerstandort Manching seien schuld. Jetzt, dass man für das Elektronikzentrum keine Fläche gefunden hätte. Das Hin und Her ohne konkrete Aussagen nervt Gotz zusehends. Für die weitere Entwicklung Erdings braucht er dringend Flächen, „uns fehlt es dringendst an Wohnungen“, die Gotz gerne auf der Konversionsfläche errichten will. Zudem braucht er für den S-Bahn-Ringschluss auf dem Horst gelegene Grundstücke. „Hier muss man mal auf den Tisch hauen“, appellierte er an seinen Parteikollegen und Bundestagsabgeordneten Andreas Lenz. Der kann Gotz Verärgerung nachvollziehen und hofft seinerseits, dass Horst Seehofer, dem als Bundesinnenminister das Thema Wohnen untersteht, hier hilft und tätig wird. Lenz erwartet sich von Gesprächen mit dem Parlamentarischen Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Thomas Silberhorn, dass dieser ihm im Herbst konkret mitteilt, wo es denn nun wirklich hakt, dass der Fliegerhorst nicht übergeben wird.
Gotz will endlich Planungssicherheit für sich, aber auch für die Bürger und die Firmen, die schon lange dort nach möglichen Gewerbeflächen nachfragen. Gotz ist sich mittlerweile gar nicht mehr sicher, ob man den Sprechern des Verteidigungsministeriums vertrauen könne und sie es mit der Konversion überhaupt ernst nähmen. „Die kümmern sich dort um alles Mögliche - Kitas für Bundeswehrsoldaten, die sind der Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen wichtig!“ Es sei in den vergangenen zehn Jahren, seitdem die Entscheidung fiel, den Fliegerhorst zu schließen, nichts passiert. „Das kann einfach nicht sein!“, sagt Gotz.

 

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