Jetzt sind die ganzen Mais-, Raps- und Getreidefelder rund um den Flughafenzaun schon fast alle wieder abgeerntet. Zum Vorschein kommt beinahe überall der blanke Boden. Doch der trägt Schätze in sich. Aus  der jüngsten Vergangenheit Plastikdeckel, Kronenkorken, Scherben aller Größer und Alter, Teile von Ackergeräten und Traktoren.

Aber es liegen auch einige Jahrzehnte alte Münzen, Teile von Pferde- oder Ochsen-Geschirren, von Soldaten-Koppeln, von Gürteln und Mützen darin. Und es finden sich hin und wieder sehr alte Teile, manche Hundert oder mehr Jahre alt: Waffenteile, ganze oder Fragmente von Münzen aus allen Epochen, Schmuckstücke, Munitionsteile oder Eheringe. Da schließlich um 1630 die Schweden in der Region zwischen Erding und Freising lagerten, um 1800 dann Napoleons Truppen und 1945 US-Truppen – da ist doch viel Potenzial im Boden.

Einer, der immer wieder tolle Teile findet, ist Roberto aus Mainburg. Er arbeitet am Flughafen, fast immer Frühschicht von 4 bis 13 Uhr, danach nimmt er sich oft noch ein, zwei Stunden Zeit, bevor er nach Hause fährt. „Dann gehe ich im Frühjahr, bevor ich an den Pflanzen etwas kaputt mache, oder im Herbst nach der Ernte, auf eines der vielen Felder rund um den Flughafenzaun und suche mit meinem Metalldetektor alles akribisch ab. Meist ist es Schrott oder Müll – ich habe aber auch schon einige tolle Teile gefunden!“

Und die Landwirte fragt er immer vorher, ob er auf ihren Acker darf, nicht dass es da mal Probleme gibt.

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